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I

An einem sonnigen Tag traf ich bei einem Spaziergang auf einen alten Bahnhof. Ein Gebäude, fast ausgebrannt, mit den Fenstern zum Westen, der Boden voll von verbranntem Zeug, ausgetrunkenen Flaschen und nassen Kleidern. Die Wände – zerstört von Feuer und Zeit. Das Licht warf einen Schatten durch das gebrochene Fenster. Alles stank nach Feuchtigkeit, Gewalt und Träumen. Die Sonne ging gerade unter. Ich zündete in der Mitte des Raumes ein Feuer an und lief mehrmals zwischen ihm und dem Fenster hin und her. 

 

II

Ein Tag Ende Juni. Die letzten Tage lief ich sinnlos durch die Straßen und schlug die Zeit tot. Warten auf den Bruch, auf die Quelle, die eine Klarheit in die verschmierten Bildern des langweiligen und stereotypen Alltags bringt. Warten auf Godot mit der Hoffnung, dass er immer kommt, aber auch immer wieder weg geht. Mein Kopf – eine Bombe, die es nicht schafft zu explodieren, um die bunten Scherben des Lebens wieder zusammen zu bringen.Das Chaos vor der Erschaffung der Welt, Erschaffung der Zeit, da unser Bewusstsein die Zeit braucht, um sich darin zu projizieren, um ohnmächtig in Gottes Spiel zu fallen. Den Augenblick vergegenwärtigen, vergewaltigen, verfassen, verpissen, verschissen, verleugnen. Sich selber in die Arme nehmen und mit einem Schrei durch die Stadt laufen bis die Sonne weiß oder weise wird. Mit dem Pathos eine Freundschaft schließen, alle Krankheiten der Welt umarmen, in der Flucht eine Frucht finden.Auf dem Weg zum Flughafen entdeckte ich eine Tierfarm. Alle Tiere hatten sich irgendwo versteckt. Nur zwei Pferde liefen in einem Gehege hin und her. Ein weißes und ein schwarzes. Ich fokussierte das weiße. Fotografierte. Gleichzeitig flog ein schwarzer Vogel durch das Bild.